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Bouxwiller

Oh, Baguette, Portemonnaie, Decolleté... der Charme der französischen Sprache hat Besitz vom Elsass und von Bouxwiller ergriffen. Aber nicht nur die Sprache ist französisch! Geht man an einem Bäcker vorbei, kann man der Versuchung nicht widerstehen, einen Blick auf die Croissants zu werfen – und sich postwendend vom herrlichen Duft eines frischen Cafè au Lait verführen zu lassen. Ganz nach französischer Manier.

Aber Bouxwiller weiß nicht nur mit leckeren Eclairs und thè aux herbes provençal zu verführen.

Das herrliche Fachwerk, dass sich durch Bouxwiller und seine drei Gemeinden (Imbsheim, Griesbach-le-Bastberg und Riedheim) rund um den Bastberg schlingt, lockt mit Historie, Romantik und Museen.

Absolut sehenswert haben sich dabei das Musée de Bouxwiller en Pays de Hanau (Museum für Heimatkunde und Geschichte) sowie das Musée Judéo-Alsacien (Jüdisch-Elsässisches Museum) erwiesen. Möchte man Spannung erleben, so besucht man den Bastberg. Der Legende nach wurde hier immer der Hexensabbat gefeiert. Nanu, Hexen in Bouxwiller? Wer den Babenhäuser Hexenturm kennt, wird sich jetzt fragen, wieso man erst nach Bouxwiller reisen muss um auf eine Hexe zu warten?

Die Antwort fällt leicht. Die besondere Flora und Fauna des Bastbergs macht die Hexenwarterei zu einem angenehmen Aufenthalt in der freien, weiten Landschaft. Ganz gegen die französische Sitte mag sie vielleicht ein wenig nüchtern und kahl wirken, doch erkennt man seine Schönheit im Detail.

Blumen, Wildtiere, klare Luft und der leckere Duft des Camemberts, der aus dem Picknick-Korb strömt. Entkorken Sie Ihren Wein, legen Sie sich auf Ihre Picknickdecke und genießen Sie den Augenblick!

Wen jetzt die Sehnsucht nicht gepackt hat, die Koffer zu packen und die volle Schönheit Bouxwillers auf eigene Faust zu erkunden, muss Babenhausen sehr lieben.

Dabei dauert diese enge Freundschaft zu unseren französischen Freunden schon über 550 Jahre an – und ist somit älter als als jeder Babenhäuser Bürger!

Wie kam es eigentlich zu einer solchen Verschwisterung?

"Schuld" ist die Liebe, beziehungsweise der dicke Geldbeutel der Schwiegereltern. 1458, im zarten Alter von 15 Jahren heiratete Anna von Lichtenstein den damals 41-jährigen Philipp I. den Älteren von Hanau. Daraus entstand im weiteren Verlauf und diversen Erbschaften die Grafschaft Hanau-Lichtenberg.

Damit waren die ersten Bande geknüpft, Anna zog vom gaumenverwöhnten Bouxwiller nach Babenhausen, wo sie noch heute mitsamt ihrem Ehemann und zwei ihrer Kinder wohnt - begraben in unserer St. Nikolaikirche am Marktplatz. Was hier makaber klingt, war damals Normalität. Doch dank dieser Verbindung erlebte unser schönes Babenhausen seine Blütezeit und bereichert uns noch heute mit seinen - übrigens durch Philipp I. dem Älteren beauftragten - Bauten, wie zum Beispiel dem Schloss.

1984 dachten sich unsere Bürgermeister aus Babenhausen und Bouxwiller dann, dass es schön wäre, dieses Bündnis und die langjährige Freundschaft, die sogar einen Krieg und die Auseinandersetzungen zwischen Franzosen und Deutschen überlebte, zu erneuern und zu vertiefen. Daraufhin wurden Urkunden unterschrieben, Straßen nacheinander benannt und regelmäßig die Hände geschüttelt.

Wir sind eben doch ein zähes, treues Völkchen.

Folklorefest Imbsheim 2012

Zum 32. Mal wurden am Wochenende 21./22. Juli im Ortsteil Imbsheim unserer Partnerstadt Bouxwiller die Folkloretage mit Tag der Offenen Höfe und Kunsthandwerk gefeiert.

Bei der offiziellen Eröffnung am Samstagnachmittag mit Tanzauftritten der teilnehmenden Folkloregruppen durch den Ortsbürgermeister Michel, überreichte die Babenhäuser Beauftragte für Partnerstädte, Fachbereichsleiterin Sylvia Kloetzel, einen Rosenstock als Zeichen der Verbundenheit mit der Partnerstadt.

Weitere Informationen

Ansprechpartner

Joachim Knoke
Bürgermeister
Tel.: 06073 602-20
Fax: 06073 602-22
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