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Bürgermeister Knoke im Gespräch mit Eltern der Kita Langstadt

Am Montagmorgen des 16.12.2019 näherte sich dem Rathaus eine Gruppe von etwa 20 Erwachsenen mit vielen kleinen Kindern und Transparenten. Auf dem Marktplatz stellten sie sich auf und pfiffen mit ihren Trillerpfeifen. Herr Bürgermeister Knoke sowie Fachbereichsleiterin Soziales & Familie Frau Lange baten sie in den Sitzungssaal und hörten zu, worum es den Demonstrierenden ging.
Schon seit vier Wochen werden Eltern in der Kita Langstadt immer gebeten, ihre Kinder anderweitig zu betreuen. Grund seien Langzeiterkrankungen. Viele Eltern hätten einen getakteten Arbeitsalltag, in dem beide Eltern zum Einkommen beitragen. Ausfälle der Kinderbetreuung setze die Eltern unter Druck.
Herr Knoke erläuterte ausführlich den Fachkräftemangel sowie die Anstrengungen auf kommunaler, Landes- und Bundesebene im politischen Kontext. Einerseits habe Babenhausen nicht die finanziellen Mittel, um Fachkräfte so gut zu stellen, dass sie zum Arbeiten nach Babenhausen kommen, andererseits werde politisch alles getan, um den Fachkräftemangel insgesamt zu verringern.
In der Aussprache bemängelten die Eltern die Qualität der Betreuung, weil die Kita-Übernachtung fehle und das Vorschulprogramm nicht stattfinde. Die Eltern befürchten aufgrund der allgemeinen Personalsituation schlecht motivierte Mitarbeiter*innen in Langstadt. Sie forderten, dass die Stadt dem ASB „mehr Druck“ machen solle. Bürgermeister Knoke erläutert, dass der ASB zusätzliches Personal in Zeiten des Fachkräftemangels nicht ad hoc gewinnen könne. Babenhausen wisse um die Unzufriedenheit der Eltern und als Vater könne er die Nöte gut verstehen.
 
Die Eltern sprachen einen Zeitungsbericht an, die Stadt würde keine neuen Kitaplätze schaffen und eine „geschenkte“ Kita ablehnen. Der Verwaltungschef sagte dazu, dass man ein Angebot durchrechnen und für sinnvoll erklären müsse. Keinem sei geholfen, wenn sich die Offerte hinterher als ein Angebot herausstelle, das teuer, schlecht oder von den Eltern nicht angenommen werde.
Nach einer Stunde waren die Anliegen besprochen und beide Seiten bedankten sich für die Aussprache. Das Problem sei nicht hier und jetzt zu lösen, soviel sei klar. Vereinbart wurde, dass die Verwaltung mit dem ASB spricht und Ergebnisse an die Betroffenen zurückspiegelt.
 
 
Joachim Knoke
Bürgermeister

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Christiane Diehl
Vorzimmer des Bürgermeisters
Tel.: 06073 602-21
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