Stadt Babenhausen

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Historische Altstädte, Kirchen, Denkmäler und 500 Jahre Luther

Nicht eins sondern gleich vier Ziele hatte die diesjährige Gruppe der Sommerfreizeit der Kinder und Jungendförderung der Stadt Babenhausen. Auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wartete eine interessante Städtereise nach Eisenach, Erfurt, Wittenberg und Leipzig. Geboten wurde neben dem klassischen „Sightseeing“ auch eine Bootstour, ein Besuch der Wartburg in Eisenach und viele weitere Highlights, die die Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 12 bis 24 Jahren vom 02.07. bis 07.07.2017 erleben konnten.
 
Das erste Ziel der Babenhäuser Reisegruppe war die Stadt Eisenach. Dort waren die Teilnehmer und Teilnehmerinnen eine Nacht in der Jugendbildungsstätte „Junker Jörg“ untergebracht, von der man über ganz Eisenach blicken konnte. Nach einer kurzen Stärkung und dem Beziehen der Zimmer ging es weiter zur Wartburg, die durch den Wald mit einer kleinen Wanderung bei Sonnenschein erreicht wurde. Die Reisegruppe war bei der Führung der Ausstellung zusätzlich mit Audioführern versorgt, damit konnte sich die Gruppe auf einer Ausstellung zu verschiedenen Ausstellungsstücken mehr anhören. Die Wartburg hatte eine Vielzahl an eindrucksvollen Erlebnissen zu bieten. Ein besonderes Highlight der Ausstellung war die Vermittlung der Geschichte des „Junker Jörg“ alias Martin Luther, der sich auf der Wartburg versteckte und dort die Bibel ins Deutsche übersetzte. Dieses Highlight wurde durch die Möglichkeit, anschließend Luthers Gemächer zu besichtigen, abgerundet. Nach der interessanten Führung und Besichtigung der Wartburg ging die Gruppe erschöpft und mit Wissen gesättigt zurück zur Unterkunft, wo der Abend gemütlich am Feuer ausgeklungen ist.
 
Am nächsten Tag wurde wieder gepackt und die Reise ging weiter. Das nächste Reiseziel war Erfurt, berühmt für seine Waidpflanze. Eine zweistündige Stadtführung, von bestem Wetter begleitet, zeigte den Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Sehenswürdigkeiten Erfurts, wie etwa die Krämerbrücke, das Augustinerkloster, den Fischmarkt, den Dom St. Marien. Auch ist Erfurt die Stadt des Kindersenders „KiKa“, weshalb innerhalb Erfurts mehrere bekannte Figuren des Senders zu finden sind, wie z.B. den Sandmann. Die Sehenswürdigkeiten, die diese Stadt zu bieten hat, waren innerhalb von zwei Stunden unmöglich zu besichtigen. Anschließend verbrachte die Gruppe den Rest des Tages in Erfurt. Nach dem Bummeln ging die Reise weiter nach Pegau, dort befindet sich das Gästehaus „Altes Postamt“, welches schöne und große Appartements zu bieten hat. Diese Appartements waren für die Babenhäuser Reisegruppe ideal und boten allen die Möglichkeit der Selbstversorgung in den nächsten 4 Tagen.
Die Reise sollte natürlich auch Erholung und Action bieten, darum ging es für die Gruppe ausgeschlafen und nach einem späten Frühstück nach Leipzig zum Kanu / Kajak fahren. Im Leipziger Neuseenland wurde die Tour „Weiße Elster“ bei strahlendem und sonnigem Wetter gestartet. Die Babenhäuser Reisegruppe kam amüsiert und munter, der ein oder andere auch nass, am Tourende an.
Für den nächsten Tag waren dann verschiedene Vorbereitungen zu treffen, denn in diesem Jahr war ein Geburtstagskind dabei, das überrascht werden sollte. So machte sich eine kleine Gruppe mit ihren Betreuern mit der Mission „Geburtstagskind überraschen“ auf zum einkaufen. Ein gemeinsames Abendessen und das gemütliche Beisammensein am Lagerfeuer rundeten auch diesen Abend wieder ab.
 
Am nächsten Morgen wurde das Geburtstagskind feierlich überrascht, es wurde gesungen und Geburtstagskuchen gegessen. Im Anschluss besuchte die Gruppe zum Motto „500 Jahre Luther“ die Lutherstadt Wittenberg. Dort wurde für 5 Jahre ein „360° Panoramamuseum“ der Stadt Wittenberg in Lebzeiten von Luther konstruiert. Das Schauspiel von Ton und Licht des 360° Panoramas zeigte die Stadt Wittenberg beim Angriff der Preußen, das Kunstwerk ist sehr gut gelungen und mehr als sehenswert. Anschließend ging es zum „Lutherdenkmal“ vor dem Rathaus. Nicht weit entfernt vom Denkmal steht die Schlosskirche, an der Luther seine 95 Thesen anschlug. Im Anschluss stand ein kleiner Einkaufsbummel auf dem Programm, bei dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Stadt noch einmal auf eigene Faust erkunden konnten. Am Abend wurden dann, auf Wunsch aller, Hamburger gegessen und noch einmal ein Geburtstagslied gesungen.
 
Am letzten Tag ging es dann nochmal nach Leipzig. Dort besuchte die Gruppe das überwältigende „Völkerschlachtdenkmal“. Im Innern wurde ein kleiner Film zur Entstehung und Geschichte der Schlacht und des Denkmals abgespielt. Nach dem kleinen Film erkundete die Gruppe alle 8 (!!) Etagen des Denkmals, ca. 500 Treppenstufen mussten erklommen werden, um auf die oberste Etage zu gelangen. Von der Aussichtsplattform aus genießt man einen sehr beachtlichen Panoramablick über ganz Leipzig. Im Anschluss ging es nochmal zum „Sachsenbeach 2017“, dem größten Beachvolleyballturnier in ganz Deutschland. Das Event geht über 6 Tage und findet auf dem Leipziger Augustusplatz statt. In diesem Jahr waren 1.400 Spieler an den über 20 Turnieren dabei.
Auch in Leipzig  hatten die Reisenden Ihre Zeit zum Shoppen im Einkaufscenter „Höfe am Brühl“. Der letzte „Städtetrip-Tag“ neigte sich dem Ende zu und traditionell gab es ein Abschlussfest, bei dem gegrillt wurde und bei der anschließend ein Lagerfeuer nicht fehlen durfte. Alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen berichteten von ihren liebsten Erlebnissen und Erfahrungen.
 
Nach 6 Tagen Sightseeing-Trips und Action wurde die Heimreise mit einem lachenden aber auch einem weinenden Auge empfangen. Somit war der Einstieg der Sommerferien gelungen und nun freuen sich die Teilnehmer auf weitere schöne und warme 5 Wochen Ferien.
 
 
Joachim Knoke
Bürgermeister

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