Zur aktuellen Corona Situation im Stadtgebiet

In der Kalenderwoche 11 kam es in der Kita Wichtelwald zu vermehrten positiven Corona Schnell-und PCR Tests sowohl bei Kindern als auch beim Personal. Aufgrund der Situation und da man hier von einem „Corona Hotspot“ sprechen muss, trat der Corona Krisenstab am 21.03 zusammen um sich ein erstes Bild über die Lage zu verschaffen. Hier wurde unter anderem mit Herrn Dr. Mirza wie auch dem Verwaltungsstab Rücksprache gehalten und verschieden Szenarien erarbeitet. Der ASB, das Gesundheitsamt und die Stadtverwaltung standen seitdem in engem Kontakt und so wurde in Absprache mit allen Beteiligten, die Einrichtung am 23.03, für die Dauer von 14 Tagen durch das Gesundheitsamt geschlossen.

Die betroffenen Familien wurden entweder unter Quarantäne gestellt oder in die sogenannte „häusliche Absonderung“. Es kam in dieser Woche Kalenderwoche ( 12 ) zu einem Anstieg der pos. Corona Schnelltests wie auch PCR Tests in Babenhausen. Dies führte zu einer Inzidenz von 280 und höher am Sonntag dem 28.03.2021. Auch hier wurde aufgrund der hohen Zahl mit dem Bereitschaftsdienst des Gesundheitsamtes Rücksprache gehalten.

In dem Gespräch ging es um verschiedene Möglichkeiten wie, alle Kitas vorsorglich zu schließen, Grundschulen und Schulen generell zu schließen, sowie weitergehende Maßnahmen wie eine grundsätzliche Tragepflicht von MNS im Stadtgebiet sowie dem Schließen der öffentlichen Spielplätze. Nach Angaben des Gesundheitsamts handelt es sich bei den auftretenden positiven Fällen, überwiegend um Fälle, die im Zusammenhang mit dem Geschehen der Kita Wichtelwald stehen. Die Situation der Kita Wichtelwald ist nicht übertragbar auf andere Kitas. Dennoch ist es möglich, weitere Hotspots in Kitas zu bekommen. Das kann grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Die Frage, vorsorglich alle Kitas und Tagespflegeeinrichtungen zu schließen muss aufgrund der fehlenden Rechtsgrundlage verneint werden. Eine weitere diskutierte Frage war, warum Kontaktpersonen 1. Grades in Quarantäne müssen und Kontaktpersonen 2. Grades nicht, insbesondere wenn es sich dabei um Kinder handelt. D.h., am Beispiel der Kita Wichtelwald, ein Kind in einer Gruppe ist positiv mittels PCR Test getestet worden. Daraufhin wird die gesamte Gruppe in häusliche Absonderung geschickt.

Es handelt sich hierbei um Kontaktpersonen 1. Grades.  Geschwisterkinder, die im gleichen Haushalt leben, gelten nun als Kontaktperson 2. Grades und dürfen ganz normal in die Schule oder sich frei bewegen. Für diese Kinder gilt keine häusliche Absonderung. Erst wenn das Kind 1. Grades  positiv getestet wird, gilt für die ganze Familie Quarantäne und die Nachverfolgung der Kontakte durch das Gesundheitsamt beginnt. Warum man das 2. Kind nicht ebenfalls vorsorglich zuhause lassen kann, ist aus dem Grund der fehlenden Rechtsgrundlage, eben nicht möglich. Für die Stadtverwaltung beschränken sich die Möglichkeiten zur Eindämmung der Pandemie. Das verpflichtende Tragen von Masken, insbesondere in der Bummelgasse ist eine davon.

Das Sperren von Spielplätzen über die Osterfeiertage, eine andere. Die Möglichkeiten wurden ebenfalls mit dem Gesundheitsamt besprochen. Wir als Stadt lassen die Spielplätze offen, um zu verhindern, dass sich die Familien dann in den Häusern oder Wohnungen treffen. Aus Sicht des Gesundheitsamts ist die Verbreitung des Virus in geschlossenen Räumen eher möglich als an der frischen Luft. Unabhängig davon, gelten jedoch die gültigen Kontaktbeschränkungen weiterhin.

Die Möglichkeiten und Infektionszahlen werden täglich überprüft. Ein enger Kontakt zum Gesundheitsamt, staatlichem Schulamt und dem Verwaltungsstab des Landkreises besteht darüber hinaus. Wir betrachten das Geschehen sehr genau. Aktuell gehen, wir von einem Rückgang der Inzidenz aus, sobald das Geschehen um die Kita Wichtelwald abgeklungen ist.